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Basisdemokratie und Offenheit

Das war der Gründungsimpuls vor 30 Jahren für die Bunte Liste. Wir wollten es anders und besser machen. Und das tun wir seither! Jeden Sonntagabend, schon über 1.400-mal, treffen wir uns zu öffentlichen Fraktionssitzungen. Basisdemokratisch – mit klaren Regeln – besprechen wir die Themen des Stadtrats mit allen Anwesenden. Alle sind willkommen, alle werden gehört, erhalten Auskunft, Aufklärung und können mitreden. Fast jeder hat etwas beizutragen.

So verstehe ich kommunalpolitische Arbeit. Und so stelle ich mir prinzipiell Verwaltungsführung und Verwaltungsarbeit vor.

Man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben als das, was im Stadtsäckel landet – eine Binsenweisheit, sollte man meinen. Leider verhalten sich Kommunalpolitiker bei Haushaltsentscheidungen anders, sprich: freigebiger und unbesorgter als in ihrem privaten Leben. Ein Grund für die hohen Schulden. Zyniker argumentieren: „Machen wir doch kräftig weiter so, bei der labilen Welt-Finanzlage wird eine Inflation kommen und wir sind alle Schulden los!“ Doch so kann und darf eine Kommune nicht wirtschaften.

Ich bin für strikte Haushaltsdisziplin und systematischen Schuldenabbau. Die Devise „Keine Neuverschuldung!“ ist mir zu wenig! Priorität im Stadthaushalt haben die Pflichtaufgaben. Und reichen die Haushaltsmittel nicht aus, müssen auch Steuern und Gebühren erhöht werden, wenn weitere Einsparungen nicht möglich sind.

Dafür stehe ich:

Als „einer aus dem Volk“ weiß ich um die Bedürfnisse meiner Mitbürger/innen, um ihre Wünsche, Sorgen und Ängste. Wir sind bodenständig und wollen keine Luftschlösser, schon gar nicht, wenn das Geld dazu fehlt. Schulden müssen mit teuren Zinsen zurückbezahlt werden. Und dieses Geld fehlt im Haushalt für die notwendigen Pflichtaufgaben. Der Schuldendienst Lindaus ist der zweitgrößte Betrag im Haushalt. Jedes Jahr gehen ca.1,8 Millionen € an die Banken! Damit muss Schluss sein.

Mit mir wird es keine neuen teuren Projekte auf Pump oder perfide Umweg-Finanzierungen wie PPP/ÖPP („Öffentlich-Private-Partnerschaften“), geben. Absoluten Vorrang haben die kommunalen Pflichtaufgaben. Natürlich stehe ich auch für unsere Industrie, den Handel und das Lindauer Gewerbe ein. Als Arbeitnehmer weiß ich um deren Wichtigkeit für eine gut aufgestellte kommunale Entwicklung.

Faire Arbeitsplätze und faire Produkte
– das ist die Leitlinie, die die lokale Wirtschaft bei uns erfolgreich machen wird: nachhaltig, menschenwürdig, ökologisch-verträglich und ins Urlaubsgebiet Lindau-Bodensee passend. Auch die Touristik- und Freizeiteinrichtungen sollen für alle Lindauer/innen sinnvoll und erschwinglich sein. Großprojekte für den Massenbetrieb, mit neuen großen Verkehrsströmen und Flächenversiegelungen für Straßen und Großparkplätzen machen bei mir keinen Stich. Ich stehe für das menschliche Maß, für das Sinnvolle, Notwendige und Machbare. Und ich stehe für Entschleunigung. Ich möchte als Oberbürgermeister, in einem freundlichen, gastlichen, kulturell aktiven Lindau mit hoher Lebensqualität für alle leben und arbeiten.

Fragen Sie mich und prüfen Sie mich auf Herz und Nieren!

Das leere Aufzählen von „Heldentaten“ und vergangenen Erfolgen ist aus meiner Sicht nicht nötig: Jene, die meine Stadtratsarbeit über die langen Jahre verfolgt haben und mich aus meinen unterschiedlichen Wirkungskreisen kennen, wissen vieles.

Alle Bürger und Bürgerinnen möchte ich ermutigen:

Sprechen Sie mich an, wo immer Sie mich treffen. Informieren Sie sich – Ihre Meinung zählt! Kommen Sie zu den Sonntagssitzungen und zu unseren Wahlveranstaltungen.


Ihr Max Strauß