Zurück zu den Beiträgen
Presse Stadtentwicklung Klimaschutz

Zechwald muss offen bleiben – Stadt und Landkreis sind gefordert

Die Bunte Liste, die Kreistagsfraktion der Grünen und die LINKE des Landkreis Lindau fordern: Der Weg muss für die Bevölkerung wieder geöffnet werden.

17. September 2026

Weg im Zechwald von umgestürzten Bäumen versperrt

Ein Weg im Zechwald aktuell durch umgefallenes Blattwerk versperrt, Foto: Max Strauß

Die Verantwortung für Verkehrssicherheit darf nicht zur Sperrung der Wege im Zechwald führen

Die überraschende Sperrung des Weges durch den Zechwald stößt bei vielen Menschen im Stadtteil Zech auf Unverständnis. Für die Bunte Liste, die Kreistagsfraktion der Grünen und die LINKE vom Landkreis Lindau ist klar: Der Weg muss für die Bevölkerung wieder geöffnet werden.

Wir stellen den Naturschutz und die Sicherheit der Menschen nicht gegeneinander. Natürlich müssen Gefahren durch kranke oder beschädigte Bäume ernst genommen werden. Aber aus der berechtigten Verantwortung für die Verkehrssicherheit darf nicht die dauerhafte Konsequenz entstehen, einen seit Generationen genutzten Weg einfach aufzugeben.

Der Zechwald ist für die Menschen in Zech kein beliebiger Wald. Er ist wohnungsnaher Erholungsraum, Schatten- und Abkühlungsort, Naturerlebnis und eine wichtige fußläufige Verbindung innerhalb des Stadtteils. Kinder, Familien, ältere Menschen und viele andere nutzen ihn seit Jahrzehnten. Gerade in Zeiten zunehmender Sommerhitze sind solche wohnungsnahen Grünräume von besonderem Wert.

Dabei darf auch die besondere Situation des Stadtteils Zech nicht übersehen werden. Viele Bewohnerinnen und Bewohner haben seit Langem das Gefühl, gegenüber anderen Stadtteilen benachteiligt zu sein. Umso weniger können wir akzeptieren, dass eine für den Stadtteil so wichtige Grün- und Wegeverbindung ersatzlos verschwindet.

Wir fordern deshalb Oberbürgermeisterin und Stadtverwaltung sowie Landrat Elmar Stegmann auf, sich gemeinsam und nachdrücklich beim zuständigen Wasserwirtschaftsamt Kempten für eine Lösung einzusetzen, die den Weg wieder begehbar macht. Es muss möglich sein, die Sicherheit des Weges zu gewährleisten, ohne den gesamten Wald intensiv zu bewirtschaften. Regelmäßige Kontrollen des unmittelbaren Wegbereichs und die gezielte Sicherung tatsächlich gefährdender Bäume könnten hierfür ein Ansatz sein. Der nahegelegene Wäsen zeigt, wie Naturschutz und die Bedürfnisse der Menschen nach Erholung miteinander in Einklang gebracht werden können.

Der Zechwald soll kein Park werden. Er soll ein naturnaher Wald bleiben – aber einer, den die Menschen aus Zech auch weiterhin erleben und durch den sie gehen können.

Naturschutz darf nicht bedeuten, Menschen überall aus der Natur auszusperren. Wir erwarten, dass Stadt und Landkreis jetzt gemeinsam Verantwortung übernehmen und mit dem Freistaat nach einer tragfähigen Lösung suchen.

Wir respektieren deine Privatsphäre

Wir nutzen Cookies und ähnliche Technologien, um dir ein optimales Erlebnis zu bieten. Einige sind notwendig, andere helfen uns, die Webseite zu verbessern. Du kannst selbst entscheiden, welche Cookies du zulassen möchtest.

Einstellungen
Notwendig Diese Cookies sind für die Grundfunktionen der Webseite erforderlich und können nicht deaktiviert werden.
Immer aktiv
YouTube Ermöglicht die Einbettung und Wiedergabe von YouTube-Videos auf unserer Webseite.